29.03.2013

Mono für Alle [16.03.2013 | AZ Aachen]

KONZERTREVIEW:

Mono für Alle
16.03.2013 | AZ Aachen



Das letzte Konzert der Weltuntergangs-Tour von Mono für Alle stand an, und so konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen die 300km nach Aachen zu fahren. Es sollte mein 5tes MfA-Konzert werden, und vielleicht klappts ja diesmal mit dem Weltuntergang.
Angekommen am AZ wunderte ich mich zuerst über den unscheinbaren kleinen Kasten in der das Konzert stattfinden soll. Einmal betreten erreicht man aber über eine steile Treppe eine Röhre aus Brutal-Beton und merkt erst im Untergrund, wie gut gefüllt die Location ist. Es sieht ganz nach einer alten U-Bahn-Station aus die zu einem Club umgewandelt wurde - das perfekte Setting.
Die Vorband erwische ich gerade noch so, doch die war furchtbar. Zum Glück musste man dann nichtmehr lange warten und Mono für Alle betraten die Bühne. Wie gewohnt schreitet der Sänger in weissem Priesterkleid an seinen Elektro-Orgel-Altar, der Drummer nimmt in eine Burka gehüllt Platz hinterm Schlagzeug und der Bassist ist (wie schon in Erfurt) neu besetzt.
Lange braucht es nicht bis es richtig abgeht, aber spätestens als das dritte Lied "Amoklauf" gespielt wird, rastet das Publikum aus, und schmeisst mit Bier und kleingewachsenen Punkern um sich. Die Stimmung hält sich über die ganze Show und das altbekannte Phänomen auf MfA-Konzerten, dass Besoffene die Bühne betreten um ins Mikro zu schreien, auf der Orgel rumzutippen oder sich zu schubsen, hält sich an dem Abend netterweise in Grenzen. Nur ein betrunkener Knabe im Steuerberater-Look erfreut sich für ein par Lieder auf der Bühne zu stehen. Diesmal versuchte ich mich aber nicht davon ablenken zu lassen was sehr gut funktionierte, denn alle Hits wurden gespielt, der Sound war ganz gut und die Stimmung auf und vor der Bühne super. Ein perfektes Abschlusskonzert sozusagen, und definitiv eine Steigerung zu den vorherigen vier:

10/10

Livevideos:
Amoklauf (MUST SEE!!!)

Gewalt gegen Sachen

Lower [28.03.2013 | Komma Esslingen]

KONZERTREVIEW:

Lower
28.03.2013 | Komma Esslingen



Die Band hat recht gut gespielt, jedoch gab es eine solche Unmenge an negativen Ausseneinwirkungen, dass ich das Konzert nicht unvoreingenommen bewerten kann. Deshalb diesmal kein Review und als Wertung für den kompletten Konzertabend, reichts gerademal für ne:

6/10

Livevideo gibts keins, es war viel zu dunkel.

die ep der jungs ist trotzdem absolut hörenswert!!!
http://lowercph.bandcamp.com/album/walk-on-heads-ep






27.03.2013

Skip & Die [26.03.2013 | La Laiterie Strasbourg]

Concert-Review:

Skip & Die
26.03.2013 | La Laiterie Strasbourg




Right after work i jumped in my car and drove to france. I just made it in time to la laiterie in strasbourg as the lights got dark and the colorful hippies of skip & die entered the stage. It didnt took much time to realize that this evening is going to be a blast. Riot in the jungle indeed. What follows was an hour of intense tropical party-time. Every hit got played, the sound was perfect and the beats where 10 times bigger then you would imagine. There was an really intense mood at this concert, so of course the crowd was going insane. I had much fun - this was definately not my last concert of skip & die.
Well, what else do you say about an perfect show. Only thing missing was some cold drinks in coconuts and some joints:

9,5/10


Live Videos:






26.03.2013

Nobunny [21.03.2013 | Alte Hackerei Karlsruhe]

KONZERTREVIEW:
Nobunny
21.03.2013 | Alte Hackerei Karlsruhe



Dass ich Nobunny mal live sehe, damit hätte ich auch nicht gerechnet. „Den kennt doch eh niemand“. Doch die Alte Hackerei war an dem Abend gut gefüllt.
Nach längerer Wartezeit fing das Konzert endlich an. Mit Schlüpper, zu kleiner Lederjacke und sehr mitgenommener Hasenmaske wurden dann auch alle Hits vorgetragen die man sich so wünschen konnte, nur "i was on" hat er leider weggelassen. Der Sound stimmte, das Publikum hatte sichtlich seinen Spass, aber im Endeffekt muss ich feststellen dass an dem Abend bei mir doch nicht so ganz der erwartete Funke übergesprungen ist. So ganz ausmachen woran es gelegen hat kann ich leider nicht, aber ich glaube mir herrschte etwas zu wenig Anarchie, ich hatte wohl mit einer größeren Freakshow gerechnet. Trotzdem ein gelungenes Konzert mit Seltenheitsfaktor:

7/10


Live Video:

Filiamotsa - So Noise

INSANE!!!!
i've never heard anything like this, and i bet you neither.
Filiamotsa is a french trio that makes instrumental music. To be precise, they play experimental/psychedelic metal with violins. And they are raping them! if you wanna hear violins that sound like black metal riffs, you just have to listen for yourself.

also, the album is very much worth the try.
for a few pennys downloadable here:
http://filiamotsa.bandcamp.com/album/sentier-des-roches-lp-2013

20.03.2013

19.03.2013

The Black Heart Rebellion - Avraham

What an perfect opener for an awesome album. Totally dark mood and intense vocals!



listen to the whole ablum here (check "animalesque"):
http://theblackheartrebellion.bandcamp.com/album/har-nevo

18.03.2013

The Lumineers [27.02.2013 | Live Music Hall Köln]

KONZERTREVIEW:
The Lumineers
27.02.2013 | Live Music Hall Köln



Ich gebe zu dass ich mir im Vorfeld des Konzerts schon nichtmehr so sicher war ob es mir überhaupt gefallen wird oder nicht. Denn der Hype der um die Band in den letzten Jahren entstanden ist, wurde mir ein bisschen suspekt. Wirklich interessiert hatte sich vor noch 2 Jahren niemand für die Musik, die für mich damals wie die „Independent-Antwort“ auf Mumford & Sons wirkte. Als die Lieder dann immer bekannter und für Serien und Werbung benutz wurden, hat dann auch irgendwann mal das deutsche Radio zugeschlagen und spätestens ab dem Zeitpunkt wars dann vorbei mit dem Geheimtipp.
Hier haben wir aber auch das Problem (und meine Zwickmühle): bevor die Band so bekannt wurde, war für die Lumineers eine Europatournee wohl anscheinend nicht drin. Jahre später ergab sich also die Gelegenheit und da man ja bekanntlich nur Dinge bereut die man nicht gemacht hat, bleibt dem geneigten Melancholist nix anderes übrig als auf ein Mainstreamkonzert zu gehen. Was ich dann auch tat.
Da die Nachfrage so groß war wurde das Konzert dreimal in eine größere Halle verlegt und fand nun in der Live Music Hall statt. Die war am Konzertabend auch gut gefüllt, trotzdem konnte ein recht bühnennaher Platz ergattert werden. Vorband verpasst ¬– Perfekt!
Das Konzert fing dann auch bald an, aber irgendwie hab ich ne ganze Zeit gebraucht um in Stimmung zu kommen. Ich weiss nicht woran es lag – das Album kann ich an einem Stück durchhören, hier wollte ich jedoch ständig weiterschalten. Dann kam der erste erhoffte Höhepunkt des Abends, als „Ho Hey“ gespielt werden sollte. Jedoch dann erst mal der Schock: Die wollen das unplugged mitten im Publikum spielen. Haben sie dann auch gemacht und ich war genervt. In mitten von ca 1500 Leuten ist eine Acoustic-Session eben nicht so charmant wie in nem Pub oder nem Hinterhof – das funktioniert einfach nicht. Die Leute mit den eigentlich guten Plätzen hatten nun Pech gehabt und niemand hörte mehr die Band oder Gitarre. Und um mir die Hits von Kölner Hausfrauen vorsingen zu lassen hätte ich mir keine Karte kaufen müssen. Das unplugged Konzept hat vielleicht vor ein par Jahren in einer intimen Location geklappt aber sicher nicht in ner Halle - das sollte man den Lumineers mal stecken.
Danach gings weiter mit dem Programm, mit irgendwie komischem Nachgeschmack. „Das müssen die erstmal wieder gut machen“ dachte ich mir die ganze Zeit. Es wurde dann auch zum Glück besser. Im letzten Drittel hatte es auf einmal Spaß gemacht, „Stubborn Love“ war sehr gut und gleich danach gab es „Ho Hey“ nochmal mit Strom. Glück gehabt! Wäre nicht die langweilige Zugabe mit den Vorbandfuzzies gewesen hätte das Konzert perfekt mit „Big Parade“ geendet. Aber ich war dennoch relativ zufrieden. Es hat mich nicht umgehauen, nochmal sehen müsste ich sie auch nicht aber ich war nicht enttäuscht. Am Sound und der Umsetzung kann man sowieso gar nix aussetzen – das war einfach perfekt und auf so hohem Level wie es eben bei nem Mainstreamkonzert sein sollte. Unbeeindruckte aber wohlwollende:

7/10

Live Videos:


16.03.2013

Attila Csihar Solo | Bohren & der Club of Gore [14.03.2013 | Kulturpalast Wiesbaden]

KONZERTREVIEW:
Attila Csihar Solo | Bohren & der Club of Gore
14.03.2013 | Kulturpalast Wiesbaden

ATTILA CSIHAR | VOV (VOID OV VOICES)



Attila Csihar zusammen mit Sunn O))) ist unübertrefflich, das ist klar. Um so mehr war ich gespannt was mich bei seiner Soloperformance im Vorprogramm von Bohren erwarten würde.
Stumm betrat er dann auch bald die Bühne der hübschen und großen, ehemaligen Reithalle. Was folgte war ein Vocal-Orchester der finstersten Sorte, wie man es eben von Attila gewohnt ist. Ohne den betäubenden Sunn-Bass konnte man dann auch richtig klar, alle Nuancen erleben die Attila so zu bieten hat. Und das war sehr vielfältig und niemals langweilig. Im Prinzip loopte er seine Growls und stimmlich erzeugten Bässe und Geräusche zu komplexen Soundlandschaften die teilweise sogar in martialen Rhythmen endeten.
Wie schon bei Sunn habe ich versucht mich der Teufelsanbetung völlig hinzugeben und mit geschlossen Augen voll einzutauchen. Leider wurde dieses Vorhaben von anderen Konzertgängern sabotiert. Irgendwie ist es nämlich gar nicht so einfach in Trance zu verfallen wenn zwischen all den Höllensounds und Exorzismusschreien ständig die Eingangstür auf- und zuschlägt. Ja es war leider wirklich so schlimm, teilweise kam es mir vor wie eine Ameisenstraße die das komplette Konzert über den Raum verlassen oder betreten hat. Visuell wurde das ganze unterstrichen von dem grellen Flurlicht, das bei jeder Türöffnung in den abgedunkelten Raum blitzte. Das hielt den ganze Auftritt über an und lies sich einfach nicht ignorieren.
Ich hätte mir dieses Konzert gerne in einer intimeren Location gewünscht, dann wäre es sicher ein ganz besonderes Erlebnis geworden. Trotzdem war es astrein was Attila da abgeliefert hat, und ich werde weiterhin jede Chance nutzen Ihn live zu sehen. Nach Punktabzug wegen den Ameisen, trotzdem noch:

8,5/10

Attila Csihar Live Video:





BOHREN & DER CLUB OF GORE



Kurz darauf wurde dann auch das Licht ausgeschaltet und es war Zeit für Bohren. Es folgten fast 2 Stunden düsterster Funeraljazz. Nur von schwachen Spotlights beleuchtet inszenierte die Band einen intensiven Film Noir Soundtrack. Aufgebrochen wurde diese Stimmung zwischen den Liedern mit den schon legendären unterhaltsamen Ansagen. "Hallo, wir sind Bohren & der Club of Gore, die berühmte Stimmungskapelle aus Nordrhein-Westfalen." hieß es nach dem Opener trocken. Genial. Es war mein erstes BUDCOG Konzert, aber sicher nicht mein letztes. Denn diese Atmosphäre kann einem keine Platte oder Konzertbericht nahe bringen, dieses hallende Saxophon bei fast kompletter Dunkelheit zu hören ist schon was ganz besonderes. Das sollte man wirklich mal selbst erleben wenn man die Chance hat.



Die Zeit verging recht schnell, in dem düsteren, meditativen Zustand (die meisten im Publikum hatten die Augen geschlossen) und sogar die teilweise wieder aktive Ameisenstraße konnte ich so erfolgreich ignorieren. Als das Licht wieder anging war die große Halle in Nebel getaucht, und ich zufrieden:

9,5/10

Bohren & Der Club of Gore Live Video
(Da die Band immer mit sehr wenig Licht auftritt, erkennt man im Video relativ wenig. Aber so war es eben Live auch, deshalb wollte ich es nicht vorenthalten.):

Konzerberichte / Concert-Reviews GUIDE

Jetzt ist es also endlich soweit:
Ich fange an meine Konzertberichte hochzuladen, und das hoffentlich regelmäßig! Über die Masse an Konzerte die ich vom letzten Jahr noch abarbeiten muss will ich gar nicht nachdenken...
Zu meinen Konzertgängen gehörte es schon relativ früh dazu, ein par Schnappschüsse zu machen und das ein oder andere Lied mitzufilmen - zur Dokumentation.
Leider erst viel zu spät hab ich mich dafür entschieden, das Konzerterlebnis auch zu bewerten.
Mein Bewertungssystem funktioniert folgendermaßen:
Ich vergebe Punkte auf einer Skala von 1 bis 10, wobei 10 ein unvergesslich gutes Konzert ist und bei ner 1 hab ich wahrscheinlich ne Flasche geworfen.
Zu meinen Kriterien für ein perfektes Konzert zählen viel mehr als musikalische Aspekte. In die Bewertung fließt unter anderem ein:
- Wie gut die Band spielt
- Wie gut der Sound ist
- Wie unterhaltsam das Konzert ist
- Wurden alle Lieder gespielt die ich erwartet habe
- Wie gut die Location ist
- Waren wenig Störfaktoren vorhanden (Konzertfotografen, ...)
- Haben mich bestimmte Leute genervt
- Usw
Das sind natürlich alles Punkte die von jedem unterschiedlich aufgefasst werden können, aber es handelt sich ja schließlich um persönliche Erlebnisse.
Die Fotos die ich zu den berichten lade sind keinesfalls gut (und lustlos in Automatik geknipst…) und sollen nur eine kleine Idee des Abends vermitteln. Und trotz der unglaublich langen Uploadzeit werde ich auch versuchen 1-2 Videos zu schneiden und bei Youtube hochzuladen.

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Finally i will start and add my concert-reviews. Most of my reviews will be in german though, because just occasionally i visit some concerts outside of Germany. For those cases I will provide you with the info on my ratingsystem too.
I rate concerts on a scale from 1 to 10, where 10 is the best. I do consider more aspects then just musical-aspects for my rating. This would be:
- how good did the band play
- how good was the sound
- how entertaining was the show
- did the band play every song I hoped for
- how good the location is
- how much stuff did annoy / distract me (concert-photographers…)
- etc.
Of course everyone experiances such factors differently, but in the end, its my personal experience.
I did not try to be artistic on the pictures, I just include them to give you an rough idea on how the setting and the venue was. Plus I try to upload 1 or 2 videos for every concert.
(On a sidenote: if you are really interested in a concert-review, that is written in german, then I will happily include a English version if you ask for it)

11.03.2013

Skip&Die - Love Jihad

Here are some fresh soundwaves from this south-african group skip&die ready to take off to the main stages. Its a mix between die antwoord and cocorosie, but totally unique at the same time.


LOVE JIHAD from SKIP&DIE on Vimeo.

05.03.2013

Motorama - There's no hunters here

Getting in the mood for 2 motorama concerts in a row. Very excited about it. This my favorite song of them.