21.06.2013

Towers of Madness Festival Vol. 1 [15.06.2013 | JuHa West Stuttgart]

KONZERTREVIEW:
Dresden/Leningrad, Nightslug, Obelyskkh, Mr Marcaille, Black Shape of Nexus, Toner Low
Towers of Madness Festival Vol. 1
15.06.2013 | JuHa West Stuttgart

Ein bisschen verspätet aber für meinen Geschmack immer noch zu früh fing letzten Samstag gegen 17 Uhr ein astreines kleines Festival an. Towers of Madness - ein Lichtblick im langweiligen Stuttgart, mit genialem Lineup.


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Die erste Band, ist zugleich die Band auf die ich mich am meisten gefreut habe: Dresden/Leningrad. Noch Geheimtipp-Status genießend platze der Saal jetzt nicht aus allen Nähten, was aber bei dem guten Wetter und der frühen Zeit kein großes Wunder war. Trotzdem spielten die Jungs ein gelungenes Set. Der Sound war super und die Band spielte wirklich gut, nur irgendwas fehlte mir. Ich kann aber nicht ausmachen was. Irgendwie wirken die Songs auf Platte epischer, woran auch immer das liegen mag. Zudem haben die Holländer einfach mal "Niemandsland" weggelassen - absoluter Skandal. Kleiner Punktabzug, aber trotzdem noch:

8/10

Live-Video:


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Danach ging es ruppig weiter. Nightslug zogen bisweilen das Tempo derbe an und lieferten ein Riesenbrett ab. Ihr Sludge mit ziemlich starken Hardcore-Einflüssen hat mich von Anfang an überzeugt. Das die Band nicht übermässig doomig ist war klar, aber die Mischung aus schleppenden und schnellen Parts war sowas von perfekt, damit hätte ich nicht gerechnet. Meine absolute Neuentdeckung des Abends - ich verspüre jetzt schon wieder das dringende Bedürfnis, die Band bald wieder live zu sehen:

9,5/10

Live-Video:


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Als nächstes standen 7 Minutes of Nausea auf der Bühne. Die spielten Grindcore mit Wasauchimmer, fand ich komisch. Hab mir stattdessen die leckersten Pommes EVER reingezogen. Geheimtipp: Imbiobiss.


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Die Bayern von Obelyskkh waren danach an der Reihe. Der Konzertraum war voll und die Band gut gelaunt.
Ich mag gerne bösen Sludge oder spacigen Stonerdoom aber mit Obelyskkh werde ich nicht ganz warm. Ist mir zu sehr gemixt das alles. Die groovigen Parts sagen mir zwar durchaus zu doch die cleanen Vocals sind garnicht mein Ding. Ansonsten wird ja eher viel und laut geschrien. Trotzdem wollte ich mir mal einen Liveauftritt anschauen und hatte auch meinem Spaß. Die Jungs sind zudem total sympathisch und der Drummer ne absolute Rampensau, so war das einstündige Konzert sehr unterhaltsam:

7,5/10

Live-Video:


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Danach wurde es skurril. Der Franzose Mr Marcaille lud ein zum Fest der Körperflüssigkeiten. Also um genau zu sein: Schweiss, Rotze, Speichel... Und Bier halt. Nebenbei hat er auch noch Musik gemacht. Und zwar als Ein-Mann-Band auf sehr mitgenommenen Instrumenten, zwei Bassdrums und Cello. Nachdem er sich vor Konzertbeginn erstmal durch rumrennen vor der Bühne warmgemacht hat, nahm er dann, nur in Unterhose bekleidet, auf der Bühne platz. Die Lieder hörten sich an wie eine dilettantische Mischung aus Motörhead mit schäbigen Doublebass-Parts. Aber das war durchaus so gewollt, der Fussgängerzonenmusikantenlook ist einmalig, keine Frage. Die wahre Unterhaltung und der Grund warum soviele im Publikum blieben war aber wohl eher die Sensationsgeilheit. Denn zwischen den Liedern, zur schnell vom Publikum adaptierten "Beer-time" war das wahre Happening. Da rotze und spuckte sich der Franzose den Körper leer, auf die Bühne, auf sich, an die Decke. Das Bier kam zur Nase wieder raus oder wurde frontal ins Publikum geschüttet. Das alles vertont von Gurgeln aus den Tiefen des Musikers Rachen und alkoholgetränktem schlecht verständlichem Englisch. Knaller.



Zwischen drin bin ich mal abgehauen, das Risiko angespuckt zu werden war zu hoch, und musikalisch hab ich sicher nix verpasst. Als ich gegen Ende wieder reinkam, waren die vorderen zwei Reihen verschwunden - wahrscheinlich aus Selbstschutz. Viel Spaß hatte sicherlich auch derjenige der danach auf- und abbauen musste, die Bühne und Kabel waren total vollgerotzt. Was für ein Happening, sicher alles andere als langweilig, nur bewerten fällt mir schwer. Vielleicht:

♂/10

Live-Video:


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Nun war Black Shape of Nexus an der Reihe. Der Raum bekam eine tropische Luftfeuchtigkeit und war relativ voll. Für viele sicherlich der heimliche Headliner des Abends, kommen B.son doch aus der Region und all zu oft treten die Mannheimer nicht auf. Was folgte waren 45 böse Minuten. Die Musik muss man sicher nicht weiter beschreiben, einfach heftig schwerer Sludge mit sehr intensiven Vocals. Live umsomehr. Ich bin immernoch ganz verliebt:

10/10

Live-Video:


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Den Abschluss des Abends machten die Holländische Stonerdoom-Band Toner Low. Die gibt’s schon ewig, und auch heute wurde das Rad nicht neu erfunden, aber wer will das schon. Wie gewohnt bekam das Publikum dröhnende Tieftonmusik um die Ohren, perfekt in Szene gesetzt mit einer alles ausfüllenden Hanfblattprojektion. Die tönte den kompletten Raum in atmosphärisches Grün und von den Bandmitgliedern sah man nur die Umrisse ihrer Haare (bzw Dreads) durch die Luft wirbeln. Perfekter Ausklang, fehlten nur noch die Couch und die Stonerutensilien:

8,5/10

Live-Video:


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Ich kann nur hoffen dass es noch viele Editionen diese schönen Festivals geben wird. Super Organisiert, geniales Luineup und gechilltes Publikum. War ein ganzer Erfolg!

15.06.2013

Bunkur - Bludgeon

Dark Darker Bunkur.
Bludgeon has to be the most intese Drone Doom Song Ever. If you are not familiar with the genre i can see that you could call it boring, but i was very entertained as i listened to it. This is one of the most heavy and dark stuff out of the genre, totally insane and brilliant. I encourage you to try and listen to the whole thing. Maybe with a smoke, when its dark - just perfect.

14.06.2013

Bell Witch, Samothrace, Graves at Sea [16.05.2013 | Zoro Leipzig]

KONZERTREVIEW:
Bell Witch | Samothrace | Graves at Sea
16.05.2013 | Zoro Leipzig

Das ich Bell Witch mal live sehen würde hätte ich wirklich nicht erwartet. Um so mehr freute ich mich als ich die Tourankündigung las und hab mir gleich nen passenden Termin im Kalender freigehalten.

Mit etwas Verspätung kam ich ins Zoro, Meth Drinker hatte ich leider schon verpasst jedoch kam ich gerade noch rechtzeitig zu Bell Witch. Ich wurde nicht enttäuscht. Mit fast bodenlangen Dreads begaben sich die 2 Bandmitglieder auf die Bühne und lieferten einen Hammer nach dem nächsten. Bei den Vocals wechselten sich der Drummer und der Bassist ab, was für Abwechslung im monotonen Brummen sorgte. Viele Lieder ihrer letzten sehr gelungenen Platte wurden gespielt und ich war zufrieden. Gerne wieder:

9/10

Live-Video:




Dann war es Zeit für Samothrace. Die Bühne füllte sich und der Bassist von Bell Witch blieb gleich. Musikalisch ging es schleppend weiter mit ordentlich Bass und Growls. Das Highlight war allerdings der Drummer. So ein Setup hab ich jedenfalls noch nicht gesehen: die Becken hingen so hoch das er seine Hände immer über den Kopf heben musste um diese zu schlagen. Unterhaltsamer Anblick! Ansonsten auch ein absolut solider Auftritt, bei dem die Band sichtlich Spaß hatte (das Publikum natürlich auch):

8/10

(Leider hatte ich keinen guten Platz mehr bekommen, von daher gibt’s keine Fotos oder Videos von Samothrace)





Als letzte Band des Abends trat dann Graves at Sea auf. Das war eine anscheinend gut gewählte Spannungskurve denn auch das Publikum legte nochmal nen Zahn zu und feierte die Band ziemlich euphorisch. Haben Die Jungs und das Mädel natürlich sehr gut aufgenommen und immer wieder bekundet wie gut ihnen die Show und Leipziger Publikum zusagt. Das hat man natürlich auch an der Spielfreude gemerkt und wir bekamen ein schön langes und derbes Set um die Ohren. Zur Musik selbst muss man nicht viel schreiben, legendäre Band! Der Whiskey floss und die Leute waren am Crowdsurfen - wirklich guter Abschluss eines sehr gelungenen Abends mit genialem Lineup:

8,5/10

Live-Video:

12.06.2013

Dresden/Leningrad - Niemandsland



Niemandsland is the best Stoner Doom Song i have heard in the last time.
Some really great riffs meet haunting clear vocals and the general heaviness. Definately check this out!!!
If you are a fan of the band conan, even more so:

Support the Dunk Festival!!!

Hey Everyone,

maybe you remember my blogpost about the Dunk Festival earlier this year. I described it as the best festival i have ever been too, and still stand behind my words.

The festival needs some help for the 2014 edition and therefore they started a crowdfunding-campaign. 2014 is supposed to be a blast with a great lineup, so consider helping them. If you already planned to visit it next year and/or are a postrock/metal/drone/ambient/experimental-music fan, why not buy your ticket just yet, and therefore make sure that it is gonna ge extra awesome. plus you get some goodies that other visitors dont get.
I just bought my 2014 ticket, lets go, do the same...


http://www.indiegogo.com/projects/dunk-festival2014

http://www.dunkfestival.be/

http://erasertunes.blogspot.de/2013/04/dunk-festival-29-31032013-zottegem.html

11.06.2013

Fenster - Fantasy II

Currently addicted to Fenster. A NewYork/Berlin based Band that makes fragile Indiemusic, or as they call it: ChamberPop. Totally chilled out album, and very catchy tunes. Currently on Tour, dont miss them:

Bandcamp

Kerretta [28.05.2013 | Komma Esslingen]

KONZERTREVIEW:
Kerretta
28.05.2013 | Komma Esslingen

Es war mal wieder ein Postrock-Konzert im Komma und so nahm ich die Chance war die Neuseeländer Kerretta zu sehen - hatte ich sie doch gerade erst auf dem Pfingstfest des JUZ Mannheim verpasst.
Der zunächst recht leere, große Konzertraum füllte sich zu Konzertbeginn ganz magisch mit allerlei Zuschauern. Was folgte war ein solides Postrock-Konzert. Kerretta haben eher ihren eigenen Sound und sind keines Falls austauschbar. Im Vergleich zu den Genrenachbarn, bekommt man hier keine 10-Minuten Lieder mit melancholischer Atmosphäre aufs Ohr sondern eher Post-Rock mit einem groovigen Touch. Ich persönlich hätte mir etwas mehr Härte gewünscht, doch in sich war es stimmig:

7,5

Live-Video:

10.06.2013

Master Musicians of Bukkake [02.06.2013 | Jubez Karlsruhe]

KONZERTREVIEW:
Master Musicians of Bukkake & Gravelines
02.06.2013 | Jubez Karlsruhe


Schon lange stand der heutige Konzertabend im Kalender, denn eine absoluter Geheimtipp trat in Karlsruhe auf: Die Master Musicians of Bukkake. Umso mehr geschockt war ich, also vor Ort fast nix los war. Hat sich wohl nicht bis nach Süddeutschland verbreitet, der Tipp.

Zunächst aber stand die Vorband Gravelines auf dem Plan, welche Abmbient/Drone Musik macht. Man freut sich ja als geneigter Hörer immer sehr wenn mal wieder der Ausnahmefall eintritt und ein Dronekonzert in der Region stattfindet und so war auch ich vor lauter Vorfreude. Leider wurde die sehr schnell getrübt denn die Erwartungen wurden nicht erfüllt. Es war das leiseste Dronekonzert EVER. Und jeder der besagter Musikrichtung etwas abgewinnen kann wird wissen dass es nix schlimmeres gibt als die Drones nicht zu spüren. Die dazugehörigen Sounds waren durchaus vorhanden, nur plätschernden die Tieftöne unspektakulär aus den Boxen. Ich will da jetzt aber auf keinen Fall die Band für verantwortlich machen. Es sah eher so aus als ob die Vorband dem Tontechniker egal war. Der war die erste Hälfte des Konzerts nämlich in sein Handy vertieft, dann wurde lustlos ein bisschen am Volumerad gedreht und der Raum für die zweite Hälfte verlassen. Da kann die Band natürlich auch nix mehr retten.
Von daher verzichte ich auf die Bewertung und hoffe einfach die Band nochmal mit ordentlich Wumms sehen zu können.

Dann war es soweit für den Hauptact und der inzwischen garnichtmehr so leere Raum wurde mit Nebel geflutet. Bereits vor ein par Wochen konnte ich die Master Musicians of Bukkake in Essen bestaunen. Damals schwor ich mir noch mir beim nächsten mal alle möglichen Drogen einzuschmeißen, was aufgrund von Faulheit leider wieder ausfallen musste.



Nüchtern sah ich also die bedrohlichen Schatten durch die dunklen Nebelschwaden auf die Bühne steigen. Man muss sagen dass im Vergleich zu Essenshow viel weniger Leute da waren und gab es in Essen eine sehr atmosphärische Lichtshow, so wurde im Jubez komplett drauf verzichtet - es blieb düster. Zuerst störte ich mich daran, erkannte aber schnell die Vorteile. Was ich hier heute erlebte war ein absolut intimes Konzert, ein absolut persönlicher Drogentrip. Nix konnte einen in der Nebelsuppe ablenken, so blieb man ganz für sich in dieser Traumwelt mit den beschwörenden Sounds. Die Konzerte hatten einen relativ gleichen Ablauf bis sich gegen Ende in Karlsruhe etwas veränderte. Und zwar die Lautstärke. Immer lauter wurden die düsteren Töne und mit jedem Dezibel fand ich es geiler. Es wurde zum Ende richtig unangenehm laut, genauso wie es sein soll - spätestens zu diesem Zeitpunkt musste jedem klar werden dass es sich nicht um ein normales Konzert handelt sondern um ein Erlebnis in dem man mittendrin steckt. Auch kamen mir die Gitarrenparts weitaus wuchtiger vor, was ich natürlich auch begrüsste. Es wurde richtig dreckig und psychedelisch geschrammelt. Nach mehr als einer Stunde neigte sich das Ritual langsam dem Ende zu. Eine Gitarre wurde an die Decke gehalten und alleine mit ihrem Feedback gelassen. Dann machten sich die bizarren Schatten auf den Weg Richtung Backstage, der Nebel bewegte sich langsam aus dem diesigen Konzertraum in Richtung Tür und ich hätte mir gewünscht dass es noch stundenlang weitergeht.



Was bleibt ist der stetige Blick auf den Kalender, wann sich mal wieder die Gelegenheit ergibt die Band zu sehen - nur dann angemessen benebelt:

10/10

Live-Video (Intro & Outro):

07.06.2013

Guardian Alien [06.06.2013 | Oetinger Villa Darmstadt]

KONZERTREVIEW:
Guardian Alien & Datashock
06.06.2013 | Oetinger Villa Darmstadt

Es stand ein abgespaceter Abend in der Oetinger Villa in Darmstadt an.

Als Vorband versammelten sich Datashock in einem Gewimmel aus Instrumenten vor der Bühne. Neben einer großen Bandbreite an Standardinstrumenten, fanden sich auch mit Wasser gefüllte Glaser und weitere Kuriositäten im Repertoire. Diese wurden auch alle genutzt. So entstand eine Tonlandschaft die von indisch geprägten Klängen bis zu Ambient-Drone-Sounds reichte. Sehr experimentell was da abgeliefert wurde, aber keines Falls uninteressant. Man konnte sich schön eingrooven in die Darbietung die einer Hippie-Jam-Session gleichkam. Und so passte es auch dass die Hälfte des Publikums auf den Teppichen auf dem Boden saß und sich das nebelgetränkte Spektakel gebührend anschaute. Ich fands gut, gerne wieder:

7/10



Dann war es Zeit für den Hauptact. Die New Yorker Gruppe Guardian Alien des Liturgy-Drummers.
Die neue Platte beginnt mit nem derben Doublebass-Part, verläuft in träumerische, ruhige Parts und endet sehr rhythmisch – das alles in einem 40minütigen Track. Genau den hatte ich für heute Abend erwartet aber meine Erwartungen wurden übertroffen. Die ruhigen Parts hielten sich extrem in Grenzen, vielmehr bekam man fast über die gesamte Länge des Konzerts ein Schlagzeuggewitter um die Ohren. Das war natürlich technisch sehr ausgereift und abwechslungsreich. Auch hier bekam ich den Anschein einer Jamsession nicht los - dafür sorgte definitiv das einzige Mädel auf der Bühne die die fuzzigen Rhythmen immer wieder mit effektverzerrtem Gekreische begleitete. Wenn das nicht improvisiert war, dann war es der direkte Draht zu den Aliens, das Sprachrohr in eine hübsche Blondie gepflanzt. So abwegig wäre das gar nicht, immerhin schmückt das Cover der aktuellen Platte ein obskures Bild von einem Ausserirdischen im Rastafarilook. Gezeichnet wurde es als Darstellung eines Drogentrips des Drummers. Es passt auf jeden Fall zu der psychedelisch angehauchten Musik.
Nach einer guten Stunde war die Begegnung der dritten Art vorbei und mir bleibt als Fazit nur zu sagen dass es mal wieder Live viel geiler ist als auf der (genialen) Platte. Unbedingt antun:

8,5/10

Live-Video:


28.05.2013

Swans [23.05.2013 | Manufaktur Schorndorf]

KONZERTREVIEW:
Swans
23.05.2013 | Manufaktur Schorndorf



Man kann sich ja in der heutigen Zeit schon glücklich schätzen die Band Swans live erleben zu dürfen. Somit war klar dass ich mir die Legenden in der Manufaktur Schorndorf nicht entgehen lasse. (Die Manufaktur ist übrigens ein bisschen der Geheimtipp des Stuttgarter Raumes, welche wohl dieses Jahr das Legendenabo abgeschlossen hat, denn erst kürzlich standen die Melvins auf der gleichen Bühne - was ich schmerzlicherweise nicht besuchen konnte)
Gut gefüllt war die Konzerthalle, so muss das sein. Keine Vorband an diesem Abend und der Beginn ist auf 20.30Uhr angesetzt. Nicht zu früh, wenn man bedenkt dass die Band ein volles 2 Stunden Set spielen wird. Und das hatte es in sich. Ich erspare mir jetzt die Musik zu beschreiben, das kann man eh nicht wiedergeben. Aber es hat sich bestätigt dass Swans nicht umsonst eine legendäre Liveband sind und eine intensive Show abliefern. Den Noise-Rock muss man einfach selbst erlebt haben. Der Sänger Michael Gira war auch recht gut drauf, also hat man wohl noch auch in Zukunft die Chance auf weitere Auftritte ;)
Selbiger verabschiedete sich nach einem absolut bombastischem Konzert bei dem zufriedenen Publikum auf Deutsch mit "Vielen Dank, Lieblings". Ja Danke, Michael. Ich hoffe wir sehen uns bald wieder, also ich hätt Bock...

9/10

Live-Video:

27.05.2013

Master Musicians of Bukkake [15.05.2013 | Zeche Carl Essen]

KONZERTREVIEW:
Master Musicians of Bukkake
15.05.2013 | Zeche Carl Essen



Am heutigen Abend verwandelte sich die Zeche Carl in eine Irrenanstalt. Passenderweise ist Tag der offenen Tür und die ältesten Insassen haben sich für die Besucher was feines ausgedacht, und zwar spielen sie unter dem Projektnamen Master Musicians of Bukkake ein par Lieder vor.
Genauso hab ich mich gefühlt und es war geil. Niemand wusste was einen erwartet an diesem Abend, denn da kann man sich bei der Band nie so sicher sein. Zumindest nicht was die Verkleidung angeht. Was wir dargeboten bekamen war ein reiner vertonter Drogentrip. In strangen Kostümen wurde das Publikum mehr als eine Stunde lang beschworen und gefügig gemacht. Mit ihrem athmosphärischen Psychedelic Stoner Noise konnte man es nur bereuen vorher nicht ein bisschen Peyote genascht zu haben. Denn da bin ich mir sicher: das letzte was man sieht, wenn man in der Wüste an Dehydrierung stirbt, ist ein MMoB-Konzert.
Momentan sind die Jungs noch auf Deutschlandtour und die seltene Chance das live zu erleben sollte man unbedingt wahrnehmen. Denn wenn das nicht Lob und Empfehlung genug ist, dann weiss ich auch nicht mehr:
9/10

Live-Video:

15.05.2013

Celeste [14.05.2013 | Jubez Karlsruhe]

KONZERTREVIEW:
Celeste
14.05.2013 | Jubez Karlsruhe



Erst vor ein par Monaten konnte ich mir Celeste im JuhaWest in Stuttgart anschauen. Aber wenn man wieder die Gelegenheit bekommt die Band umme Ecke anzuschauen, dann nimmt man das natürlich dankend an.
Und so versammelte sich gestern eine kleine Menge an Zuschauern im JubezCafe um sich die Franzosen in familiärer Umgebung anzusehen.
Um eins mal Vornewegzunehmen: Natürlich erlebt man keine Überraschungen bei einem Celeste-Konzert. Es hat immer die selben Zutaten: Die Bandmitglieder spielen in eine dunklen Raum, der rein von ihren roten Kopflampen und regelmäßigen hellen Strobos erleuchtet wird. Das ganze plus Nebel ergibt eines der coolsten Live-Visuals ever, dass ich sogar beim zweiten Konzert noch sehr Unterhaltsam fand. Dass die Jungs dazu noch astreinen Post-Hardcore spielen, macht das Ganze zu einer runden Angelegenheit. Sollte man schon einmal Erlebt haben, tolle Atmosphäre und geht gut ab - zudem war der Sound im Jubez einfach spitze, von daher ein gelungener Abend:

7,5/10

Live-Video:

Lux Interna [11.05.2013 | Halle02 Heidelberg]

KONZERTREVIEW:
Lux Interna
11.05.2013 | Halle02 Heidelberg



Ein Neofolkabend in Heidelberg. Das ist schon was Außergewöhnliches. Dazu noch mit großen Namen der Szene: Rome, Lux Interna und Of the Wand and the Moon.
Pünktlich zu Rome bin ich da, und was folgt war furchtbare Langeweile meinerseits. Ich weiß, die Band wird von vielen Szenekennern gelobt, aber beim dem Rezept: Sänger mit Gitarre auf Bühne, sonst nix - schlaf ich ein. Deswegen umgehe ich hier ganz charmant die Bewertung und komme gleich zu der Band wegen der ich gekommen bin:

Lux Interna spielt schon länger keinen reinen Neofolk mehr. Mit einer großen Auswahl an Instrumenten, viele auch elektronisch, deckt die Band heutzutage von düsteren Ritualen bis zum martialischen Gestampfe einige Stile ab.
Was alle gemeinsam haben ist die dunkle Stimmung und der beschwörende Gesang. Die Vocals wurde an dem Abend auch eifrig geloopt und durch Effektgeräte gejagt, was der Komplexität der Songs einiges brachte. Man kam sich vor als ob man den Soundtrack eines Western mit Film Noir-Einflüssen vorgespielt bekommt. Zudem kommt die Performance der Musiker, die ihr ganzes Herzblut ins spielen legen: Der Sänger lässt zwischendurch mit Schreien immer wieder Luft ab und der Drummer geht mit manischen Blicken in seinem Rhythmus auf.
Ja das war schon ne einmalige Show die man da zu sehen bekam. Licht und Sound stimmten auch, der Abend hat sich für mich gelohnt:

8/10

Live-Video:


Skip&Die [11.05.2013 | Karlstorbahnhof Heidelberg]

KONZERTREVIEW:
Skip&Die
11.05.2013 | Karlstorbahnhof Heidelberg



Die Partyanimals von Skip&Die machten halt in Heidelberg und da ich bereits Anfang des Jahres von ihrem Auftritt in Strasbourg sehr angetan war, hatte ich natürlich Bock auf ne Wiederholung.

Nach der üblich nervigen Clubmasche "wir sagen nicht wann das Konzert nun wirklich anfängt, aber trinkt doch in der Zwischenzeit ganz viel an der Bar", ging es über einen Umweg in den Saal des Karlstorbahnhof, der sich erstaunlicherweise ausreichend füllte.
Es war eher Partyvolk anwesend als der klassiche Konzertgänger, aber das passte ja perfekt zum Abend.

In so übertrieben hässlichen Klamotten dass es schon wieder gut war, betrat dann Skip&Die die Bühne. Es dauerte nicht lange bis die Stimmung kochte. Lustig ist immer der erste Moment wenn die Bassbox beansprucht wird – so was brummendes erlebt man nämlich nicht oft. Das ist definitiv aber ein Markenzeichen der Band und passt perfekt zu den treibenden, tropischen Elektroclash-Liedern. Das Publikum feiert die Band total ab, die Sängerin springt zwischendrin euphorisch in die Menge und obwohl ich das Konzert in Strasbourg mit der doppelten Anzahl an Zuschauern gesehen habe, wurde sich in Heidelberg nicht weniger angestrengt. Skip&Die macht Party bis zum Siedepunkt - Gnadenlos.

Wieder ein sehr ansprechendes Konzert, und merkt euch: Skip&Die haben den fettesten Bass!

9/10

Live-Videos:


13.05.2013

Barn Owl [07.05.2013 | Komma Esslingen]

KONZERTREVIEW:
Barn Owl
07.05.2013 | Komma Esslingen



Barn Owl habe ich bereits drei Tage zuvor bei einem eher unsympathischen Auftritt im Schwarzwald beiwohnen können.
Aber da ich sich die lokale Gelegenheit ergab und ich eh gerne ins Komma gehe, gab ich den Amerikanern nochmal eine Chance.
Zuerst war ich positiv überrascht: Zum einen stimme diesmal relativ zufriedenstellend die Zeitangabe, zum anderen lief ich in einen, mit Matratzen versehenen, grossen Saal. "Toll..." dachte ich mir "...da hat jemand Ahnung". Ein Dronekonzert will man einfach im sitzen erleben. Wie sehr hab ich mir ein Sofa beim Sunn O))) Gig in Berlin gewünscht...

Jetzt sind die Eulen in der Drone-Skala zwar viel weiter unten, aber im Ländle will ich mal keine Ansprüche stellen.
Was folgte war ein Konzert mit toller Wohnzimmeratmosphäre. Der Sound war genial gut, und alle meine Abneigungen gegen die Band verflogen sehr schnell. Die Matratzen wurden dankend angenommen und so gaben sich alle, gemütlich gebettet ihrem persönlichen Dronetrip hin. Mir fiel es auch kein bisschen schwer sich in so relaxter Umgebung vollkommen in die Sounds zu stürzen. Umso glücklicher war ich auch, als sich nach einer halben Stunde voller düsterem Ambient ein par mächtige Basswellen aufs Publikum ergossen. An die hatte ich schon gar nicht mehr gedacht. Da wurde man schon gut durchgeschüttelt. Bei Barn Owl im Vergleich zu anderen Drone-Bands zwar nur dezent verteilt, aber perfekt ins Set eingestimmt. Nach einer groben Stunde, war die Session zu Ende, alle rieben sich den Drone aus den Augen und schienen zufrieden. Ich war es auch, sehr sogar:
9,5/10

Fang Island [06.05.2013 | Druckluft Oberhausen]

KONZERTREVIEW:
Fang Island
06.05.2013 | Druckluft Oberhausen



Fang Island ist so eine der kleinen Indiebands bei denen man sich nie wirklich Hoffnung macht, selbige mal auf unserer Seite des grossen Teiches zu sehen.
Umso erfreuter, war ich als die Band eine Europatour ankündigte. Also ging es vor kurzem ab ins Druckluft Oberhausen, und zwar in eine kleine Nische davon, um genau zu sein.

Gut, dass die Band nicht wirklich bekannt ist, war mir bereits klar, jedoch hätte ich Ihnen doch ein bisschen mehr Publikumszuspruch gewünscht.
So bliebt es bei einem kleinen beschaulichen Kreis an Leuten - aber wenigstens waren es Kenner ;)

Fang Island spielte ein ausgewogenes Set mit allen Liedern die man sich nur so wünschen könnte. Die Stimmung war gut und die Musiker hatten sichtlich Spaß am spielen. Nur ob das mehrfach wiederholte "you guys are awesome" in Richtung kleines verhaltenes Publikum ernst oder ironisch gemeint war ist mir bis heut nicht ganz klar. Gehen wir mal von ersterem aus, die Jungs waren nämlich sehr sympathisch.
Einen kleinen Kritikpunkt gibts allerdings: ich war vom Gesang etwas enttäuscht: gerade Lieder wie "The Illinois" definieren die Vocals ja sehr, live jedoch war die Solo-Piepsstimme auf einmal gar nicht mehr so episch. In wiefern so etwas live umzusetzen ist, bin ich mir nicht sicher, aber das hätte dem Konzert ganz viele Fleisspunkte extra beschert. Auch ohne war es ein netter Abend:
7,5/10

Live-Videos:


Chelsea Wolfe & ◯ [05.05.2013 | Musikbunker Aachen]

KONZERTREVIEW:
Chelsea Wolfe & ◯
05.05.2013 | Musikbunker Aachen


Chelsea Wolfe auf Europatour? Legendär! Ganz klar, dass ich das wahrnehmen musste. So fiel meine Wahl auf Aachen, dass liegt zwar nicht gerade umme Ecke, aber das Konzert sollte im AZ stattfindet und das ist ne super Location. Zudem sollte ◯ mit von der Partie sein, mein Plan erschien mir demzufolge als weise Entscheidung.

Also fuhr ich an besagtem Sonntag nach Aachen. Genauer genommen in den Musikbunker, denn das Konzert wurde verlegt, da "rausgekommen" ist dass Chelsea schonmal ein Burzum-Lied gecovert hat. Gut, kann ich n bisschen nachvollziehen, wunderte ich mich Anfangs sowieso etwas , die Frau Wolfe bei der AZ-Seite aufm Lineup des 20 Jahre Festes zu lesen - passte nich so wirklich. Aber alles kein Ding, der Musikbunker ist auch ne wirklich geniale Location, wie sich rausstellte.



Dank Staus und nicht vorhandenen Parkplätzen hab ichs auch nur ganz knapp geschafft, rechtzeitig zur ersten Band da zu sein, auf die ich mich mindestens genauso gefreut habe. Schwach beleuchtet standen die Musiker also im Betonbunker, die Atmosphäre stimmte schon mal. Was folgte war ein sehr geniales Konzert: ◯ spielen ambientösen Post-Rock mit mächtigen Ausrastern. Die Spannungskurve wird hierbei vollkommen ausgenutzt, so dass die spärlich platzierten, wütenden Parts, wohlverdient aber plötzlich gegen Ende des Sets über das Publikum ergossen werden und genauso schnell wieder verschwinden. Gerne hätte ich noch eine extra Portion Wut gehabt, aber so bleibt es wenigstens was besonderes und verliert seine Wirkung nicht - da schliesst sich also der Kreis (Wortspiel!). Man kann schon stolz sein, dass so eine Band aus unseren Landen kommt, ich sage den Jungs jetzt einfach mal ne erfolgreiche Zukunft vorraus. Will ich unbedingt nochmal sehen:
9/10

Live-Video:


Checkt mal das Album

Dann war es Zeit für die mysteriöse Schönheit, names Chelsea Wolfe. Sehr scheu betrat sie die von Kerzen beleuchtete Bühne zusammen mit einer Violinistin und einem Keyboarder. Die erste Hälfte des Konzertabends spielte sie sehr reduzierte Lieder. Die zweite hälfte wurde dann etwas lauter denn ein Schlagzeuger und ein Gitarrist stiessen hinzu. Generell muss ich sagen dass ich seit der ersten Strophe, total baff von ihrer Stimme war - niemals hätte ich gedacht dass sie live solch eine Atmosphäre nur mit ihren hypnotischen Vocals hinbekommt. Definitiv sogar besser als auf Platte und einfach unbeschreiblich Eerie. Dazu passt ihre introvertierte schüchterne Art perfekt. Ein düsteres Gesamtkunstwerk diese Frau.



Das Konzert war kein bisschen langweilig, was für meinen Geschmack, bei reduzierter Folkmusik ja schnell vorkommen kann. Chelsea Wolfe ist definitiv ein must-see live, das muss man schon mal selbst erlebt haben um es nachvollziehen zu können:
9/10

Live-Videos:


12.05.2013

Ascetic & Heirs [04.05.2013 | Halle14 Karlsruhe]

KONZERTREVIEW:

Ascetic & Heirs
04.05.2013 | Halle14 Karlsruhe

Direkt nach einer Outdoor-Show im Schwarzwald fuhren wir zurück nach Karlsruhe und versuchten unser Glück zu sehr später Stunde in der Halle14. Vielleicht erwischten wir noch, wie ursprünglich geplant, Ascetic und Heirs, auf die ich trotz anderer Pläne an dem Abend ungern verzichtet hätte.



Und siehe da: der Gott der vielen Vorbands (die ich eigentlich auch gerne gesehen hätte) war gnädig mit uns und wir kamen gerade rechtzeitig zu Ascetic. Die Zweitband von Heirs quasi, in der die Jungs ihre weichere, wavigere Seite austoben. Auf Platte n Knaller - auf Bühne: geht so. Das erste was mir auffiel war die Stimme des Sängers, die war echt grausam. Keine Ahnung woran das lag, ich will ihm ja nicht sofort mangelndes Talent vorwerfen, aber so ein Tonstudio kann ja durchaus so einiges retten. Zum Glück gibts auch einige instrumentale Parts und da überzeugte der noisige Postpunk dann schon. Fazit: lieber aus der Konserve, live müsste ich die jetzt nichtmehr sehen ..... Aber passt schon:
6,5/10

Live Video:



Nach längerem Soundcheck starten dann auch Heirs gegen 2.30 Uhr ihr Konzert. Es ist bereits da dritte Mal dass ich die Band live sehe: vorher jedesmal in epischen Venues (in einem alten, staubigen Weinkeller und beim dunk!festival). Da kann die Alufolienbühne zwar nicht mithalten, jedoch war ich gleich nach den ersten Momenten wieder im Bann, Heirs sind einfach auf jeder Bühne mächtig und überzeugen immer. Die Jungs können nix falsch machen. Da störte es auch gar nicht dass der Sound nicht so perfekt war, Hauptsache es schrammelt ordentlich laut aus den Boxen. Die Gitarren wurden wild durch die Luft geschleudert und ich wurde wieder daran erinnert warum man niemals ein Heirs-Konzert verpassen sollte...



Die Euphorie war dann leider nach den ersten 2 Liedern vorbei, als aus dem Bass einfach kein Ton mehr rauszuholen war. Was folgte waren sehr zähe Minuten in denen der Tonman zig mal zur Bühne kam und die Band mit jeder Minute sichtlich angepisster wurde. Das endete dann darin dass besagter Bassist, von der Bühne ging, die Technik war wohl nicht zu bezwingen oder einfach kaputt. Die restlichen 3 Bandmitglieder setzten gnädiger Weise die Show fort, aber die Lieder klangen so was von vergewaltigt und falsch, da sind wir lieber gegangen, mit den tollen ersten 15 Minuten noch im Hinterkopf.
Trotz des Fiaskos bewerte ich mal nur den Anfang der Show und der war mitreissend wie immer:
9/10

Live Video der ersten 15 Minuten:



Liebe Halle14, ich hoffe es baut sich in Zukunft keine Art Hassliebe auf. Es stehen bald noch so tolle Konzerte an, da wäre es doch echt schade wenn die Technik diese sabotiert. Ich drück mal die Daumen ;)

Barn Owl [04.05.2013 | Outdoor Show Blackforest]

KONZERTREVIEW:
Barn Owl & SOHNE
04.05.2013 | Outdoor Show Breitnau Blackforest

Als ich über das Plakat zur folgenden Veranstaltung stiess, war mir sofort klar dass es ein absoluter Pflichttermin ist.
Man möge sich folgendes auf der Zunge zergehen lassen:
| Psychedelic Drone Konzert | Outdoors | Schwarzwald |
Besser gehts doch gar nicht! Der eigentliche Plan, an jenem Abend ein Heirs-Konzert zu besuchen wurde also ad acta gelegt (hab ich eh schon 2 mal gesehen) und die komplette Aufmerksamkeit der nächsten Tage hing an diversen Wetter-Vorhersage-Seiten.



Mit einer Regenwahrscheinlichkeit von 30% machten wir uns voller Vorfreude auf in den schwarzen Wald. Nach 2 Stunden Fahrt biegen wir in einen Waldweg ab und lassen uns von handgeschriebenen "Barn Owl" Wegweisern zu unserem Ziel, ein Waldstück neben einer hügeligen Wiese, lotsen. Eine handvoll Autos parkten schon im Niemandsland und man könnte sich fast konspirativ vorkommen.
Mitten durch den Wald ging es dann ein par Hundert Meter nach oben, immer den "Russian Cirles" im Ohr folgen, und schon sind wir angekommen: Ein idyllisches Waldstück mit anschliessender Wiese, provisorische Holzbühne und Lebensmittellager. Überall tummeln sich schon Freunde des Drone, fummeln mit Technik rum oder chillaxen auf der Wiese. Günstige vegane Suppe ist auch in Angebot, und da mein kranker Hals wärme verlangt, wird sich ein Riesenteller für schlappe 2 Euro genehmigt. Mit so einer Aussicht hab ich glaube ich auch noch keine Erbsensuppe gegessen...



Langsam aber sicher füllt sich der Wald und immer mehr Leute kommen den Berg hoch gestiefelt. Sollte also bald losgehen. Wie mir jemand mit Kamera mitteilt, wird die Vorband aber nach Barn Owl auftreten. Die Jungs vom Hauptact benehmen sich wohl auch so, und haben vor lauter Allüren irgendeine unbegründete Angst um ihr Equipment und wollen das ganze hier wohl einfach nur so schnell über die Bühne bringen wie möglich.
Und tatsächlich: ein par Minuten später, es ist noch total hell, fängt Barn Owl ohne Ankündigung an zu spielen. Ein bisschen perplex versammeln sich allmählich auch die verstreuten Leute vor der Bühne.
Das war definitiv anders geplant. Die Eulen hätten einfach 45 min später anfangen sollen, dann wäre es dunkel gewesen. So hat es sich doch jeder gewünscht, so wäre die Veranstaltung perfekt gewesen. Daran merkte man leider dass die Bandmitglieder die Outdoor-Idee gar nicht so genial wie alle anderen fanden, und es irgendwie einfach hinter sich bringen wollten. Da sanken dann schon ein bisschen meine Sympathiepunkte.





Trotzdem machte es Spass den eerie Sounds im Wald zu lauschen. Die Akustik war einmalig. Und auch die Stimmung konnte ein bisschen gerettet werden denn der Sonnenuntergang fand zeitgleich mit dem Konzert statt, so dass es gegen Ende sogar richtig schön schummrig war. Im nach hinein ist mir aufgefallen dass ich gar kein fettes Drone-Brett mitbekommen habe. War ich abgelenkt? Hat der Wald die Akustikwellen geschluckt? Oder haben die Eulen die entscheidenden Knöpfchen gar nicht gedreht? Wie auch immer, meine üblichen Trance-Experimente bei Droneshows wurde im Keim erstickt, nach gefühlten 30min kam nix mehr aus den Boxen. Barn Owl waren fertig, genug für den Tag, schnell das heilige Equipment vor was auch immer schützen und ab ins Hotel, die ganze Outdoorkacke abwaschen - schon echt komische Käuze.
Die anderen Zuschauer waren auch überrascht vom frühen Ende, aber was solls, man konnte sich ja noch auf die „Vorband“ freuen. Gerne hätte ich die volle Punktzahl vergeben, die Veranstalter haben nämlich alles richtig gemacht. Barn Owl an sich war nicht schlecht bekommen aber für ihr Diva-Gehabe nur:
7/10

Live-Video:



Inzwischen war es richtig schön dunkel, ein Lagerfeuer loderte am Waldrand und die Stimmung unter den Besuchern super. Hat was vom Pfadfinderlager. Nach der Installation der Beamer die das nächste Konzert mit Projektionen verschönern sollen, gings dann auch schon weiter mit SOHNE.
Eine Band die mir vorher noch nix sagte, aber ich bin ja offen für alles, vor allem im Wald. Und schon ging es los mit anarchistischen Soundfetzen aus Blas- und Tasteninstrumenten und ein par Knöpfen. Das war der Soundtrack zum Lego-Kiste-Ausleeren. Sehr avantgardistischer Freak-Jazz der irgendwie super in die Kulisse passte. Als Vergleich fielen mir sofort die New Yorker von ZS ein, nur dass die tatsächlich mehr Struktur in ihren Liedern haben - das muss man erstmal schaffen.
Die Bäume wurde mehr oder weniger erfolgreich mit Visualitäten projiziert. Endlich hatte der Abend die Gestalt angenommen, wie ich Ihn mir im Vorfeld vorgestellt habe.

Live-Video:



Experimentelle Musik, Outdoor im Schwarzwald ist die beste Idee EVER, und es hat auch fast perfekt funktioniert. Und geregnet hat es auch nicht.
Die "Freunde des guten Tons" sind ab sofort auch meine Freunde und ich hoffe auf viele weitere düstere Waldexkursionen.




Mehr Bilder gibts auf meiner Facebook-Seite.


Ein par Tage später hab ich Barn Owl übrigens nochmal hier gesehen.

10.05.2013

Slow Magic [02.05.2013 | Karlstorbahnhof Heidelberg]

The Set It Off Tour 2013 took Place at Heidelberg.
The Artists were: Blackbird Blackbird, XXYYXX, Giraffage, Slow Magic and Dream Koala.

Just 2 Videos from Slow Magic, who was really good (8/10) - the others bored me:



09.05.2013

Doom Shall Rise Festival 2013 [27.04.2013 | Göppingen]

MINI-FESTIVAL-REVIEW:
Shattered Hope | Ophis
27.04.2013 | Doom Shall Rise Festival 2013 Tag 2 | Göppingen






Das Doom Shall Rise fand dieses Jahr leider das letzte Mal in Göppingen statt. Mein Terminkalender war gnadenlos voll, jedoch konnte ich mir ein par Stunden am letzten Abend freischaufeln um wenigstens ein par Momente des legendären Festivals noch mitzuerleben.

Pünktlich zu Shattered Hope erreichte ich die beleuchtete, ehemals amerikanische Kirche. Es war gut gefüllt, jedoch bekam ich noch ganz locker einen guten Platz vorne in der Nähe des Altars.
Die Griechen legten dann auch ein sehr solides und düsteres Konzert hin. Düster im wahrsten Sinne des Wortes, denn zum grössten Teil sah man nur die schwarze Umrisse der Musiker vor einer atmosphärischen Nebelwolke - sehr stimmig.

8,5/10

Live-Video:



Die nächste Band Naevus interessierte mich nicht so, ich stehe nicht wirklich auf cleane Vocals, also schaute ich mir das Shirt-Angebot an und lies die generelle Stimmung auf mich wirken. Die war zum Glück nicht melancholisch sondern alle schienen Spass zu haben.



Als nächste Band stand mein persönliches Highlight des Abends an: Ophis. Black-Metal-Vocals treffen schleppenden Doom mit gezielten Prisen von schnellen Parts, und das alles noch in einer alten Kirche, was will man mehr. Gut konträr, zu Shattered Hope, war die Lichtshow diesmal eher hell, was aber auch den Stil des ganzen Abends wieder spiegelte, und wohl eine Ausnahme bei den Griechen war. Die Band liefert eine sehr gute, abwechslungsreiche Show und es wirbeln mehr Haare in der ersten Reihen als zuvor. Ophis verabschiedet sich mit Dank an die Veranstalter und auch ich mache mich auf den Weg nach Hause.

8,5/10

Live-Video:




Ich habe zwar nur die Spitze des Eisbergs miterlebt, aber wenigstens ein bisschen vom legendären Flair geschnuppert, es war ja die letzte Chance...



08.05.2013

New Noise Spring Fest Part 2 [26.04.2013 | Die Stadtmitte Karslruhe]

FESTIVAL-REVIEW:
The Black Heart Rebellion | Maserati | Narrows
26.04.2013 | New Noise Spring Fest Part 2 | Die Stadtmitte Karlsruhe



Ende April besuchte ich das New Noise Sauna Fest in Karlsruhe. Das Lineup konnte sich wirklich sehen lassen, hatte allerdings nicht soviel Leute angelockt wie ich vermutete.
Bereits die „Vorbands“ waren sehenswert, jedoch waren die Autobahnen dagegen dass ich alles mitbekomme - Karlsruhe war von Staus eingekesselt.

Trotzdem schaffte ich es noch rechtzeitig zur ersten "must-see-band" von meiner Liste: The Black Heart Rebellion.



Von der Band bin ich seit eigener Zeit begeistert, das letzte Album ist großartig und auch live konnten sie mich bereits überzeugen. Da lag auch ein gleichzeitig das Problem des Abends: den letzten Auftritt auf dem Dunk-Festival zu toppen schien schier unmöglich. So überraschte mich am ende des TBHR Konzertes auch nicht dass es einen vergleichsweise kleineren Eindruck hinterlies. Grund dafür war einfach das Setting welches die Stadtmitte so vorgibt: eine kleine Bühne auf der die 5 Musiker mit ihrem Equipment gequetscht und von Kabelbergen umhüllt standen. Das Licht wurde einfach angelassen, da "blinkte" nix und auch die Nebelmaschine hätte man eigentlich auslassen können, da wären 2 Raucher in der ersten Reihe wirkungsvoller gewesen. Dieses Proberaum-Feeling bzw das fehlen der nebeligen Atmosphäre mit der die Band so gerne arbeitet, hat eben doch gestört. Es ist nunmal irgendwie das Konzept der Band wenn man sich Videos und Artwork anschaut und es passt ja auch wie die Faust aufs Auge zur Musik und hilft diese mystische Stimmung zu transportieren. Ein grosser Schwachpunkt also. Was aber nicht heisst dass das Konzert schlecht war, im Gegenteil. Der Sound war genial gut und die Band legte sich soviel ins Zeug wie nur möglich war. Die neuen Hits und ein par ältere Klassiker wurden gespielt und die Stimmung im Publikum stiegt mit jeder Minute. Ich hatte auch mein Spass - die Band kann man einfach immer wieder sehen. Leider gibt es ein par Abstriche, da ich, wie gesagt, erlebt habe dass es sogar noch besser geht, aber trotzdem:

8,5/10

Live-Video:




Als nächstes freute ich mich auf Maserati. Deren einmaligen 80er Jahre Synthie-Metal durfte ich auch bereits auf dem Dunk-Festival bestaunen – um so mehr freute ich mich auf ein wiedersehen. Das die Band um einen Gitarissten minimiert auf die Bühne kam, konnte man im Vorfeld bereits rausfinden, denn es gab regelmässige Gesundheitsupdates des Bandmitgliedes via Facebook. Konnten wir uns also alle glücklich schätzen dass sie überhaupt aufgetreten sind.
Zu Beginn des Konzerts forderte die Band erstmal, dass die Beleuchtung aus Wärmegründen komplett ausgeschaltet wird. Bis auf ein bisschen Licht von hinten ist das dann auch geschehen. Das wiederrum hatte als Resultat, dass man die Musiker auf der Bühne eigentlich nur noch als dunkle Umrisse sah. Mit fortlaufendem Konzert ging mir das auch ein bisschen auf die Nüsse denn als Show war das ganz schön langweilig. Ich wusste dann irgendwann auch nichtmehr warum ich jetzt Richtung Bühne schauen soll, denn da hätten ja auch Pappaufsteller stehen können, die Jungs bewegen sich nämlich nicht sonderlich viel. Klar auf anderen Konzerten erfinden Maserati das Rad jetzt auch nicht neu, nur wurde mir zuletzt bei einer nebeligen pastellgrellen Stroboshow die an "A Place to Bury Strangers gemixt mit Knight Rider" erinnerte, kein bisschen langweilig. Heute, so einfach mit Licht aus, schon.
Trotzdem blieb ich vor Ort, denn der Sound war seeeehhhr gut. Also zumindest ein wichtiger Komponent einer perfekten Liveshow wurde sehr gut rübergebracht. Es ist eben auch ein Riesenunterschied wenn man die slicken 80s Sounds, richtig laut, mit viel Bass um die Ohren geschmiert bekommt anstatt im Kinderzimmer zuhause die cd zu hören. Und so laut funktioniert Maserati erst richtig.
Von daher fällt mir das bewerten sehr schwer, ich hätte die Augen zu machen sollen. Ich gebe der Show ne 4, dem Sound ne 9, also macht das für Maserati an dem Abend:

6,5/10
(für n video wars zu dunkel)

Jetzt stand nur noch Narrows aus Seattle an. Ich bin kein so grosser Hardcore Fan, aber wenn man die Möglichkeit schon hat, nehme ich die Show natürlich mit. Und ich muss sagen, es war überraschend schön frischer Wind auf die Bühne gekommen. Im Publikum waren jetzt nicht wirklich viele die Bock auf ausrasten hatten, dafür war der Abend musikalisch zu bunt gemischt. Trotzdem stürmt der glatzköpfige Sänger immer wieder in die Menge und zwang die Leute einfach. Unterhaltsam. Die Riffs haben einen jedenfalls nicht kalt gelassen und wäre die Luft nicht so heiss und stickig gewesen hatten sich bestimmt mehr ins Getümmel gestürzt. Ein netter Abschluss eines netten Abends:

7/10


Jetzt heisst es nur noch auf das New Noise Festival 8 im August warten. Infos & Karten gibt’s hier.


29.04.2013

Festival des Artefacts [20-28.04.2013 | Strasbourg]

FESTIVAL-REVIEW:
Festival des Artefacts
20-28.04.2013 | Strasbourg


Festival des Artefacts is a Musicfestival in Strasbourg set over a couple of weekends. I did choose 2 different days with a great line-up to experience the festival. There was much value for your money.
Weird thing is, both days couldnt have been more different, the first day was completely ruined in the end and the second was totally awesome:



Part 1
Yan Wagner | Concrete Knives | Juveniles

20.04.2013 | La Laiterie Strasbourg


Well, this time i decide to not review the bands but the venue and the circumstances around it. Because of them, my mood was ruined in the first minutes and i couldnt really enjoy the concerts as much as i wished for.
After a 2 hour drive from Germany, the evening started great. Lots of really cool bands on the line-up and everything for just 6 euros. This is an awesome low price.

The first band i could catch was Yan Wagner. I love his dark voice over this dominant synthies which let his band sound like the modern Depeche Mode. The mood was good and i enjoyed myself until i took my small camera out to take a picture:



Within seconds a Securityguard stood in front of me blocking the lense with his hands. I was perplex. And i wasnt the only one. Every few minutes, the guard had to run to a person in the audience when he saw a someone lifting an iphone. The look on those peoples faces has always been the same: disappointed and confused. The guard even had headphones and communicated with someone back and forth during the concert... Someone from the back, telling this guy when he sees a display in the air? How pathetic is that. The audience shouldnt be your enemy that you have to control, have a look here and see how it should be done.
Sadly this changed the mood for the whole evening for me. "La Laiterie" what is wrong with you? Why dont you leave the audience alone?
Dear organisers, think of it that way: why is someone taking a picture or filming a song? Because this person is having a great time and enjoying the concert and wants to create a memory of it or show it to his friends later on. And you forbid that? I have been to the Laiterie for a lot of shows (the small stage) and never had any problems. But probably i will skip a concert in this venue in the future when i get the chance to see it elsewhere, without censorship. Because lets be honest, censorship never feels good.
I dont know if you ever had heard of it outside of Germany, but we had something called "Stasi", you may want to read into that, they would have been proud of you. Seeing out of the corner of your eye how you are being watched feels just weird and makes it hard to concentrate on the concert. Maybe you organisers want to overthink your "fuck-the-audience-policy" and change it. I'am sure the visitors would be grateful.

I did see: Yan Wagner, a glimpse of Capture, Concrete Knives and Juveniles.

Would have loved to show you guys something of the shows. As already mentioned, i wont review the bands, because the mood was not good. But at another venue it would have been great concerts - i am sure. I hope i will have the chance to see them all again some other time.



Part 2
La Femme | Lescop | Woodkid

28.04.2013 | Zénith Strasbourg


As i already bought my ticket for this day beforehand, i had to go - even though i was sure it was going to be shit when big brother would be watching me again. On the other hand i was really looking forward to the bands on the lineup, so i just hoped that i could avoid the security this time.

First band i had on my list, is actually on my list since a couple of years. I love La Femme since they did put out their first ep, which is still perfect. Now, with their first album “Psycho Tropical Berlin” just released, they are getting slowly a bit more known, and i hope also outside of France.

As i arrived at the Laiterie, there was no one and a lot of free parking-places. Sure it was 14.30 and the band isnt so much known yet, but it looked like no one wanted to see them. I was confused. Then i double-checked the ticket again and did see, that the shows this day are in another venue, the Zénith, which is really huge. I wasnt expecting much more people then the Laiterie could hold, so i didnt understand why such an arena was needed, but on the other hand i had new hopes that there would be normal people and no issues with security.
And yes, i was right. The staff at the Zénith are great people with common sense - photography allowed - no censorship ;)



So here starts the happy part of the festival:
Due to the confusion with the venues, i arrived at the Zénith exactly at the same time as La Femme started. Waiting in the short line, i could already hear the first song playing, which made me quite nervous. But luckily everything was handled really quick and professional so i was inside few moments later. The hall made an impression on me as it is really big. Seeing the bands in here is something special, this sized arenas are normally used for really huge names, and especially with the first bands on the lineup, this is a big deal. I am sure i wont see La Femme on such a stage anytime soon in the future. But i was ok with it - the hall was not too much filled at this point of time so i could get a great place.



Despite the really cruel early stage-time, the show i was about to see was going to be my highlight of the day. I love their records and their musical style but this concert topped all my expectations. It was beyond the perfect show. The band was in a great mood, the audience was also willing to move and the sound was perfect. Plus, the lightshow was extremely professional - pure entertainment. Watching this show, the band made it seem like they never even played small clubs before. They are totally confident on a big stage and it seemed like they had an awesome time as well. They danced around, drove on skateboards and just had fun. I got the impression that La Femme is the coolest band France has to offer, and this wont change anytime soon. Of course all hits from the new record got played and even the old song "telegraphe" was on the setlist - my alltime favorite song of them, which i woulndt have expected – the more satisfied I was in the end. This concert was surely one of the highlights in 2013. I need to seem them again on every possibility i have (not much), although it will be hard to top todays show. Go catch a concert of them as long as they are still underground. You wont regret it!

10/10

Live-Videos:







After this awesome experience, Lescop had a hard task to top La Femmes show. But i liked his debut-album so i was looking forward to his concert as well.



First thing i recognized as he went on stage and performed the opening- songs, was the different sound. It was a bit too loud and his voice was too low. Unfortunately this issue stayed for the whole time. Besides that, the lightshow and visuals have been stunning again, this venue surely knows how to pull off breathtaking shows. Lescop’s show had some boring parts to it, but when he played his hits, the mood was great and i enjoyed the concert. Although the advantage of the songs have been just ok, so i decided for myself that i dont need to see him again. The concert was not bad thought, just not completely my taste.

6,5/10

Live-Video:





The next 2 bands i didnt knew, and i guess they are just interesting for the french audience. I sat down for few songs and gave them a listen, but wasnt convinced. So i had about 3 hours time to kill until i could see Woodkid.
Luckily the organizers had a really good concept for other activities parallel to the concerts. There was a tent with some sort of poetry reading, some table-kickers and a really great collection of vintage game-consoles. It was more like a museum. So i did spent a lot of time playing all sorts of videogames, from Atari to Sega Megadrive - the collection was perfect. Really great idea to keep the waiting people entertained, thanks for that.



After that i inspected the food-tent which also had some a nice selection. Reasonably cheap as well.



After i killed some hours it was time for my second Woodkid concert. I have already seen him in Heidelberg shortly before, so i knew what to expect. With the knowledge of the location, i managed to get a better place this time. As already expected, Woodkid played the same Setlist as in Heidelberg, which was quite Ok. I knew i just had to wait for the slow first half to be over until the good songs would come. Dont get me wrong, the slow songs are good too, but when you just stand there and wait for the tempers to rise, it gets quite boring.



At least the visual show was really entertaining, so it didnt felt too long until the more powerful parts started. The audience was really feeling it, and the enthusiasm of the crowd even topped my previous experience. The band had a bit more routine by now but still seemed to have a great time as well.
A Woodkid-Show may be the same everywhere. At least i did not witnessed something different and had no new impressions. But since the crowd was freaking out a bit more then in Heidelberg, and the sound was just perfect, i slightly preferred this concert:

8,5/10

Live-Videos:






more videos of this day coming on my youtube-channel.





26.04.2013

Ufomammut [24.04.2013 | Das Bett Frankfurt]

KONZERTREVIEW:

Ufomammut
24.04.2013 | Das Bett Frankfurt

Vorgestern ist das Ufomammut in Frankfurt gelandet. Endlich gab es mal eine Möglichkeit für mich die italienischen SludgeMusiker live zu sehen.



Kurz nach 21 Uhr startete dann die abgespacete Messe. Am Anfang war es mir noch viel zu leise, wurde aber stetig lauter. Die Hallgesänge beschwöhrten das Publikum und die Drones haben alle gut durchgekitzelt. Die mannshohe "Green Electric Amp" hinter dem Sänger zuckte schwerfellig mit den Bässen, und auch mich selbst hat die Darbietung keinesfalls kalt gelassen. Wäre man bereit dafür gewesen hätte man leicht in den ausserirdischen Trancezustand kommen, immerhin spielte die Band volle 1,5 Stunden. Da bekommt man noch was für sein Geld.

Im Endeffekt gibt’s einfach nichts zu kritisieren war es echt ein perfektes Konzert und ich muss mich schwer zurückhalten der Band fortan nicht als Konzertgroupie hinterher zu reisen. Obwohl: In einem Punkt bin ich geschädigt seitdem ich Sunn O))) live gesehen habe - es hätte ruhig ein bisschen lauter sein können. Deswegen “nur”:

9,5/10


Live-Video:

23.04.2013

Woodkid [13.04.2013 | Stadthalle Heidelberg]

KONZERTREVIEW:

Woodkid
13.04.2013 | Stadthalle Heidelberg



Heidelberg wird ja sehr gerne mal von Künstlern übersehen, um so mehr freute ich mich als Woodkid hier sein erstes Deutschlandkonzert der aktuellen Tour abhielt. Zudem hatte er das Privileg in der schönen Stadthalle auftreten zu dürfen. Es versprach also ein besonderer Abend zu werden bei dem anscheinend auch alle Hipster aus den Rhein-Neckar-Raum anwesend waren. Man fühlte sich ja schon komisch so ohne Hut...
Als Woodkid dann die Bühne betrat war ich erst mal überrascht, denn er machte seinem Namen alle Ehre. Die Erscheinung eines ausgewachsenen Mannes hatte er nicht wirklich - aber zum Glück gibts ja Bärte. Er war jedenfalls gut gelaunt und sprang euphorisch über die Bühne. Dass das Publikum auch richtig Bock hatte, spürte man wohl auch bei der Band und so wurden alle Songs mit viel Enthusiasmus vorgetragen.
Zwischendurch gab es immer wieder langsame Nummern die ich mir auf Platte gut anhören kann, jedoch wirkten sie live etwas langweilig. Dafür ging es bei den Hits um so mehr ab und die Drummer heizten gut die Stimmung ein. Bei Iron wurde die Band so sehr gefeiert dass es den letzten Part einfach nochmal gab - allerdings erst nachdem der Trompeter den Herrn Woodkid wieder von seinen Schultern herabsetzte. Ja so sehr freuten die sich - da ist auch mal ein spontaner Huckepacktanz drin.



Eigentlich haben die Besucherzahlen meine persönliche Grenze schon gesprengt - so große Konzerte sagen mir normalerweise weniger zu. Aber dieser Abend hat trotzdem einen guten Eindruck hinterlassen. Die Lichtshow war super, die Stimmung gut und die Location einfach atemberaubend. Das hat schon einiges gut gemacht. Ich war jedenfalls positiv überrascht:

8/10


Live-Videos:



21.04.2013

Fell Voices & Ash Borer [18.04.2013 | Alte Hackerei Karslruhe]


KONZERTREVIEW:

Fell Voices & Ash Borer
18.04.2013 | Alte Hackerei Karlsruhe

Endlich gabs mal wieder Black Metal Konzerte in Karlsruhe. Diesmal sogar mehr als einem Lieb war. Da gibt es wochenlang nix gescheites aus der Richtung auf die Ohren, aber am Donnerstag hatte man die Qual der Wahl zwischen Deafheaven & The Secret oder Ash Borer & Fell Voices. Blöd nur das ein grosser Teil der Konzertgänger gerne zu beiden gegangen wäre.
Welcher Booker jetzt genau als erstes da war lässt sich nichtmehr nachvollziehen aber man hätte sich zumindest überlegen sollen die Konzerte zusammen zu legen. Denn im Endeffekt nutzt keinem ein halbes Publikum was.

Meine Entscheidung fiel mir recht leicht, ich musste Ash Borer sehen. Zum einen sah ich Deafheaven bereits vor einem Jahr in Karlsruhe und Stuttgart zum anderen ist es die erste Europatour von Ash Borer und hat somit Seltenheitsfaktor. Das gleiche dachte sich wohl recht viele, denn wie ein Kumpel berichtete waren nur wenig Leute in der Stadtmitte, wogegen die Alte Hackerei komplett gefüllt war.




Als erstes spielten Fell Voices. Zunächst wollte ich nur mal kurz schauen wie die live so sind - und wurde gleich mitgerissen. Was für eine Energie. Der Drummer hat manisch sein Schlagzeug vergewaltigt, und zudem immer mal wieder deftige Schreie ohne Mikrofon losgelassen. Das war schon sehr unterhaltsam. Im Gegensatz zu den Platten konnte man an dem Abend auch mal richtig die Musik hören und bewerten, denn der Sound war super. Leider hatte die Gitarre nach der Hälfte des Sets ein par technische Probleme, die nach 2 Songs aber wieder behoben waren. Ich war jedenfalls hellauf begeistert von der Darbietung und hatte bereits bei der "Vorband" das Gefühl mich für den richtigen Konzertabend entschieden zu haben:

9/10

Live-Video:






Dann war es Zeit für Ash Borer. Bereits im Vorfeld hab ich mir erhofft die Band mal live sehen zu können und nun hatte ich endlich die Chance. Sie spielten ein gutes Konzert aber im Endeffekt wurden meine Erwartungen untertroffen. Obwohl sich die Band bis zum Schluss hin stetig steigerte konnte sie mich nicht wirklich mitreissen. Genau kann ich nicht ausmachen woran es lag, aber ich denke der Sound spielte eine grosse Rolle. Es war mir Live ein zu starker Soundbrei - die Vocals gingen total unter, was ich recht schade fand.
Schon lustig, dass es genau das Gegenteil zu Fell Voices ist. Deren neueste Platte würde ich als unhörbar werten, während Ash Borer immer astreine Alben released hat. Auf der Bühne tauschten beide Bands dann die Rollen.
Obwohl ich mir mehr versprochen hatte bleibt mir als Fazit nur zu sagen dass ich froh bin Ash Borer endlich Live gesehen zu haben und es trotzdem ein sehr guter Abend war:

7,5/10

Live-Video:

19.04.2013

El Camino Car Crash & Rollergirls [12.04.2013 | Oetinger Villa Darmstadt]

KONZERTREVIEW:

El Camino Car Crash & Rollergirls
12.04.2013 | Oetinger Villa Darmstadt

Vor einer Woche besuchte ich mal wieder die Oetinger Villa für einen kleinen Konzertabend.



Als ich ankam hörte ich gerade noch den Rest der ersten Band Lorraine, also gings für mich gleich los mit Nr. 2: El Camino Car Crash. Ich kannte die Hardcore-Band im Vorfeld nicht aber hörte mich vorher in ihr neuestes Album rein, was mir wirklich sehr zusagte. Zu fünft betraten die Österreicher den Platz vor der Bühne und fegten los. Die Lieder sind schon echte Bretter und die Jungs haben wirklich Spass am spielen, was es ein sehr schönes energetisches Konzert werden lies. Bald soll es wohl auch ins Studio gehen. Ich werde sie definitiv weiter im Auge behalten - die hat man bestimmt nicht zum letzten mal in Deutschland gesehen:

7,5/10

Live-Video:





Dann war der Hauptact, die Darmstädter Durchstarter von Rollergirls an der Reihe. Plötzlich war die Oetinger Villa auch ganz ordentlich gefüllt - Lokalpatriotismus scheint zu funktionieren. Zurecht - Immerhin sind die Rollergirls für die beste Songzeile des deutschen Punk verantwortlich. Ihr wisst schon, Hitler und so...
Im Vergleich zur Vorband wurde das Tempo etwas gedämpft, die Stimmung im Publikum jedoch nicht. Die Band wurde gut abgefeiert. Aufgrund der Fülle an Songs im Repertoire wurde dann natürlich auch jeder Hit gespielt und alle waren zufrieden. Wirkte definitiv wie ein gechillter Familienabend mit Wiederholungsfaktor. Bin mal auf ein neues Release der Rollergirls gespannt. Insgesamt ein runder Abend. Auch hier:

7,5/10

Live-Video:



Die Musik der Bands zum gratis Download:
El Camino Car Crash
Rollergirls

18.04.2013

ZS & Nü Sensae [16.04.2013 | 013 Tilburg]

KONZERTREVIEW:

ZS & Nü Sensae
16.04.2013 | 013 Tilburg

This lineup was insane. I wanted to see both bands live for ages and considering the fact that they don’t really fit together, i felt even more lucky that this event took place.

First of all was the infamous ZS from New York. Ever since my favorite band of all times "Extra Life"(RIP) brought my attention to them, i was quite fascinated. They are one of the biggest names in the avant-garde-scene and just do what they want, being musical anarchists and not giving a fuck about song structures or pleasing any "listening habits".
Therefore i didn’t knew what to expect from this show, but was very curious. Of course they also created some chaotic sounds, but mostly you could make out some structures and suspensecurves. They mostly peaked in hard drumming and nervous use of the saxophone - which was great. I wasnt bored for one second and really underestimated the power of their liveshows. They are easier to consume then their records as you can really feel the energy. Great experience, will try to attend more shows:

8,5/10

Live Video:




Next up was the female fronted punkband Nü Sensae. Same as with ZS, i felt really lucky to get the chance to see them live. They played a solid set, although i thought the vocals were not loud enough. The singer has a great screamingvoice and she really dosent hold back, so it should had been honored with more volume. Sadly the atmosphere in the audience wasnt very enthusiastic. That sucked a bit, because i really think that this show could have been insane with a crowd that goes berserk. I mean, the soundtrack for that was played live on stage. So i hope i will see them again with some better circumstances, but still i enjoyed their gig very much:

8/10

Live Videos:



17.04.2013

Tall Ships [15.04.2013 | Underground Köln]

KONZERTREVIEW:

Tall Ships
15.04.2013 | Underground Köln



Tall Ships machten Zwischenstop in Köln, und so konnte ich es mir nicht nehmen lassen vorbeizuschauen. Von der Vorband Scanners hab ich recht spät erfahren, aber vor Ort war ich echt überzeugt. Guter elektronischer Indie der in die Beine geht. Da hab ich definitiv Nachholbedarf und muss mir die Alben besorgen. Leider hatte ich keinen Nerv das komplette Konzert in der Sauna durchzustehen. Es war leider wirklich schon viel zu warm für meinen Geschmack im kleinen stickigen Raum des Underground Clubs. Das die Tür auch immer penibel geschlossen wurde half der Luft auch nicht wirklich.

Nach abkühlen im Freien gings dann auch schon mit dem Hauptact los. Vielleicht kam es mir nur so vor aber irgendwie schien der Raum weniger voll als bei Scanners. Das tat mir etwas leid für die Band, aber es waren immer noch genug Leute da um den Raum angenehm zu füllen. Tall Ships legten gleich los mit den 2 Openern vom Album "Everything Touching“. Perfekter Start, und gleich ein volles Brett. Generell fiel mir beim Konzert auf, dass die Band die Post-Eock-Elemente ihrer Musik live voll ausschöpft. Da hatte ich sicher nichts dagegen, denn meine Erwartungen wurden übertroffen - die gingen viel mehr ab als erwartet. Ein bisschen ernüchternd kam dann deswegen der Part in der Mitte rüber als der Sänger seine Gitarre zur Seite legte um mit leicht schiefen Tönen 2 ruhige Stücke zu trällern. Danach wurde das Tempo aber wieder ordentlich angezogen und die Band hatte auch ganz offensichtlich ihren Spaß. Live sind die Jungs echt eine volle Wucht, und eigentlich sollte es auch einen Bonuspunkt für den lustigen Typ mit dem Megaphon geben, aber selbst ohne bekommt der Abend eine:

9/10


Live Videos:


14.04.2013

Dunk Festival [29-31.03.2013 | Zottegem, Belgium]

FESTIVAL-REVIEW:

Since I am German, writing a big report in English isn't the easiest thing to do for me. But because the festival was international it decided that everyone should be able to read it. So ignore the mistakes please ;)

Its few days after the legendary dunk!festival and i am back at work. Time to collect my thoughts and write down the impressions of those magical Easter days in Zottegem.






Day 1

On friday i started my drive to belgium – the plan was to catch the first band What The Blood Revealed. My drive was supposed to be 5 hours, but it turned out to be 8,5 - thanks Bruxelles.
So i missed the band. Pretty exhausted i arrived as the second band played. Missed them also. The third band i had to catch - its Kokomo from Germany. Finally i would get the chance to see them live, i wonder why it never worked out in the homeland...
I got to the ticket-office and exchanged my printed qr-code for a nice looking, black wristband. No lines, no problems - everything was totally uncomplicated and quick. That was my first impression of the dunk-crew and their perfect organisation, which continued throughout the whole festival-time.
I had few minutes left before Kokomo would get on stage, so i had a look at the venue. Its an indoor-festival which held place in a modern sports-complex. There was the "Downstairs-Stage" with a big, festival-like stage and the "Upstairs-Stage" which was a smaller stage for more intimate concerts, without a fence and fancy lighting. Also at the Upstairs-Area was the restaurant and a room for the merch.

Now it was time for my first concert. Kokomo played on the big Downstairs-Stage. The concert went really well, i was amazed by the sound and the lights and could really enjoy the show. Definitely a band that i should have tried to see live much earlier, considering that their albums are perfect and they are from Germany as well. On the other hand, i could not get a better first impression then this performance on the professional dunk-stage. Looking forward to visit more concerts of them:
8/10



Live-Video:



I was REALLY curious for the next gig i had on my list. It was Stephen O Malley, member of Sunn O))). I had the luck to finally see Sunn live in Berlin few weeks ago, and of course it was awesome, so i was pretty excited for some new drones. The wall of amps that stood on the stage wasn't as impressive as the Sunn-setup but that was to be expected.



After some time waiting (the only time at the whole festival), Stephen went on stage and had something to say. He was very sorry but due to new laws, the sound cant go over 100db, he can not play his planned set. He pointed at a dark corner and said "police officers standing there and monitoring the sound, i am not kidding.". Of course he did not want to get anyone in trouble so he had to improvise and play a "quiet" set. Unsurprisingly, it didn't really worked out for me. I guess my recent Sunn-Experiance wasnt helping - but the feeling of the bass was not really impressive, and that is the key to get into this special trance-mood. It wasnt Stephens fault – of course 100dB are much less impressive then the 120-130db of a Sunn O))) Show. So he tried to make the best of the situation, and i was still glad that i have seen him play a solo-show.
Stephen O' Malley 7/10
Belgian Law 0/10




Live-Video:



The last concert i planned to see on the first day, was The Black Heart Rebellion. I couldnt stop listening to their newest release "Har Nevo" after it got out, so i was really looking forward to their show. The stage was crammed with stuff and instruments and the dramatic lighting promised an spectacular show. And it was! Like on their new record, they opened with "Avraham" which is perfect for the beginning, and set the mood for the rest of their intense show. Overall it was a real great concert with an eerie feel to it. A perfect closure for the first night.
Next TBHR concert is already marked in my calendar (together with the mighty Maserati), i just cant get enough of it:
9/10



Live-Video:



Although i had planned to see more shows on the first day, i knew i had lots of great concerts scheduled for the next days. I was just to tired from the travelling, so i needed the breaks between the big concerts at the downstairs-stage to relax. This system worked out well for me for the whole festival, although i missed most shows at the upstairs-stage, but i decided to enjoy the music and not to make an marathon of bands out of the experience.
Because the temperatures dropped below zero at the night, the organizers offered the people who planned to camp (me!), to stay indoors at a small part of the downstairs-venue. I gladly took this offer, same as the majority of the other campers. A few survivalists still slept outside as it seemed, but regarding me being a bit sick, this was never an option for me. Luckily for the people who decided to stay indoors, it looked like everyone really intended to sleep. And because annoying drunk guys are a total rarity at the dunk festival and post-rockers are civilized, it was dark and quiet within minutes.




DAY 2

The night was much shorter then everyone had wished for. You're at dunk!festival, so the dunk!festival decides how long you can sleep. Which is exactly 8 hours. Fair enough. Everyone packed their stuff and went to the restaurant for breakfast. I went to town and organized my own, because the organizers didnt really matched my taste, but no one could complain. They offered self-made nutella-sandwiches and coffee for free, as much as you want. Yes, FOR FREE. The bread, every morning, the coffee, at all times. What an service. Truly amazing people those organizers.
After breakfast i took a little bonus nap in my car, because there was still time before the first band would start.

At 13.30 i walked half awake to the first band of the day: Valerinne. I liked their record already beforehand, but overwhelmed me live quite a bit. Perfect for waking up. They played an awesome show, and i especially like their different drumming, which reminded me almost of deathrockish drums at some points, very unique:
8/10



Live-Video:



Next band i saw was Tangled Thoughts Of Leaving. Not knowing much of them, i was up for a surprise, and what a big one! Let me put it this way: they won me over in the first minute and i can fairly say, that they are the biggest discovery for me at this festival. The concept of mixing post-rock with piano, is not new, but i have never seen it performed like in this concert. The pianist was smashing the keys as if he was an drummer. Insane energy! This made the whole concert very entertaining, but of course also the music itself was awesome. I am very glad i attended their first ever show in Europe and i hope i will have the chance to see them live much more in the future:
9,5/10



Live-Video:



After this exciting show i went upstairs to have a glimpse at the concert of [Bolt]. I was happy to see that all people sat down on the ground to get in the perfect mood for a drone-session. Great that this works with the audience of this festival, sitting on the floor at a drone-/ambient-show just makes the concert-experience perfect, but it never was an option at various concerts i have attended in the past - but i surely wished for it.



I was too pumped for drones (means relaxing) right now, so i skipped this show and went to the downstairs-stage to wait for Kwoon to play.

I totally dig the album "The Guillotine Show" of Kwoon, so i was excited to see them live. I was really looking forward to their performance, especially "Emily Was A Queen" which can be described as a grand post-rock opera. But after the first songs, i realized that this show wasnt as epic as i imagined. Maybe i suspected too much, but their live-set just didnt worked out for me. I am not really sure what was wrong, but i was missing the power behind the riffs - the whole show a general soft mood to it, and even the outbursts seemed weak to me. I am sure lots of other people enjoyed it, the band seemed like nice guys, but i was a bit disappointed:
6,5/10



Live-Video:



After a longer break i went upstairs to see Fire Walk With Us. I listened for their records like a maniac beforehand, so this concert was a must. They play more post-metal then post-rock which was a nice change of direction that day. The shows on the upstairs-stage seem way less impressive, which basically has to do with the lack of professional lights but still, FWWU played an awesome show. The intimacy of this small stage really worked well for them - it was a very energetic show. I loved the harshness of their music and the doublebass-parts were just perfect. The audience got bigger with every track and they received an well deserved big applause at the end. Hope to see them again:
9/10



Live-Video:



Then my highlight of the evening took place downstairs: Maserati. I had never seen them live so i was curious on what to expect. Their show was pretty focused on the drums so, he drummer was placed close to the audience in the middle of the stage, the guitarists on the left and the right. The light-engineer really gave its best at this show, making it look like an slick 80s action-movie. What i didnt expect was how powerful Maseratis guitars come across at some time - almost creating walls of noise at the peak of the songs. Like “A Place To Bury Strangers combined with Knight Rider" would be a good description for a Maserati-concert. I was very satisfied with the show and will see them live again very soon - and so should you:
10/10





Live-Video:



Normally my second festival-day would have been over at this point, but since i planned on sleeping indoors again at the downstairs-stage i had to wait until the last concert was done.
The last show happened to be from Drums Are For Parades. A band i have never heard of before so i wondered why they were placed at the headlining timeslot. According to the much smaller audience then at the concerts before, i wasnt alone with that. But since i had nothing better to do I i watched the concert. They played some Turbonegro-type of metal and i am sorry to say, it did not work for me. They felt out of place at this festival. Or maybe you need to be from belgium to get it.




After the concert the hall cleared quickly and everyone went to set up camp for the night. A certain routine set in so i could go to sleep even quicker then the day before.


Day 3

On the last day we even had just 7 hours sleep until the lights got switched on. But this was the fault of the time zone shift.
I was very exhausted, so after packing up my stuff, the first thing to do this day, was to move to the car to get some more sleep. Luckily i had some time left and the temperatures were already warmer outside.

Few minutes before the first concert on my schedule, i woke up. The band i was waiting for was Heirs, one of the main-reasons i drove to this festival. Their early timeslot was not very complimentary, so i hoped it still would work out well for them, with a crowd of sleepy metalheads in the front-rows.
Last time i've seen heirs was an amazing experience: they played in an unused wine-cellar in Esslingen. Best venue ever, small but intimate, with the perfect dark mood and a dusty dirt-floor. This surely was hard to top, but regarding the big and professional stage at the dunk!festival i had high hopes as well. And i wasnt disappointed. Heirs played a set right out of hell. With extreme fog for the first tracks their shadowy presence appeared very mighty on the red coloured stage.



They definitely have been the most serious and badass band at this festival. I loved the expressions of those people in the audience who certainly hadnt seen them before and therefore probably didnt knew what to expect.
This was again a Heirs-show i will keep in mind for a long time, seems like those guys never disappoint. It was truly a remarkable ritual, so unique with a novel style of the light-engineer - a true genius.
I will see them again every time i have the chance, luckily i have already 2 more dates added to my calendar for this year. Without a surprise it was a:
10/10



Live-Video:



Unfortunately the festival-life showed its effects. I was more tired then awake and my breaks got longer and longer. I mean we have been lucky that it was no hot summer-festival. But still - spending whole days just watching concerts gets very exhausting. Therefore i skipped lots more bands then i usually had planned. I wanted to see much more, but then i decided i just concentrate on the bands i was really looking forward to, but therefore somewhat relaxed.

So skipping 3 bands, i was ready for My Education. I love their records so i surely looked forward to their gig, but on the same time, they had a hard slot, playing right after Heirs. And this was a bit of a problem. No band at this festival had the power and stage-presence like Heirs, so the show of My Education was just a simple concert without a wow-effect at that time. But nevertheless, i enjoyed it very much, they just know how to play their instruments. Lots of songs of their newest record got played, and the show got better with every song. The projections worked really well and fitted perfectly for the big stage. I knew i had to see them again without all the impressions of the festival, and gladly i did it a week later (read review here). The gig at the dunk!festival gets a proper:
8,5/10



Live-Video:



So, with my permanent condition of being tired, it fitted perfectly to catch the show of Syndrome. Being a member of Amenra, the one-man-band already got my attention beforehand, but i had no time to give his music a listen in advance. So i went to the upstairs-stage without any expectations. Which turned out to be a good thing, because apparently the show works perfectly if you dont know what you will witness.
Everyone sat down on the floor, so i got in the mood of a relaxing hour of sitting and listening. Exactly what my tired bones needed.



He went on stage, sat down and began with his looping drones and ambient sounds in front of moody projections. The ambient part overtopped the drones so i got into a sleepy mode and even nodded of for a few minutes at the half of the set. It was just too relaxing. Just half awake i followed the last minutes of the show until i got a big wake up call. Suddenly, out of nothing, after setting the audience in a relaxing trance-mode for about 40 minutes, some harsh riffing guitars set it. This took me (and probably some others in the audience) totally by surprise which definitely had a great effect. Big walls of rhythmic industrial noise and hard metal got unloaded over the poor sleepy people on the floor. This truly could not have had a better timing. the unexpected loud sounds created a real musical experience, a concert with a twist, that you cant reproduce in that way. You just had to be a part of it. I will keep this show in mind for a long time:
9,5/10


The last concert for me and the closing show for the festival, was iliketrains at the downstairs-stage. I had seen them few months before in Cologne so i knew what to expect. After having some technical issues on stage (which no one really bothered) they delivered an awesome show. Only thing i dont get, is why is the voice of the singer always not loud enough? I mean always because in Cologne i had the same issue, but then again, maybe the band wants it that way. Besides that and some minor technical difficulties at the beginning the concert was just perfect. Their setlist was phenomenal, no fillers - just killers. And i had their last concert much more quiet in my mind, maybe they played a special more post-rock oriented show for this occasion- very powerful. They totally nailed it and ended the festival with a bang:
9,5/10



Live-Video:



I can summarize the dunk!festival as the best festival i've ever been to (a lot). Everything just worked out well and there was an very friendly mood in the air all the time. Plus i remember that i only saw 2 drunks at the whole festival, the audiences main goal was certainly the music. Post-rockers seem to be the best bunch (friendly and civilized) of people anyways. I was really surprised that no security was needed, so no one checked your bags, you were allowed to take glassbottles, food, cameras etc inside – but it worked out. Sure, someone could have taken advantage of that or get some stupid ideas, but no one did, because everyone in the audience was a serious music enthusiast. I am proud of the scene and the organizers for the trust they had and that they got proved right. The first festival i visited without any kinds of troublemakers or problems.
Hard to believe actually that such an great festival seems to be so unknown. Everyone interrested in the music should definitely change that and be there next year.

Where else do you get this:
- Perfet flawless organisation
- Almost no waiting-time before the shows
- No overlapping bands
- Great sound
- Spectacular Lightshow (The light-engineer should get a medal btw.)
- Free Coffe
- Free Breakfast
- Free (fast) Wifi
- Free Powerstations to charge your batteries
- Free Sleepingplaces
- Clean Toilets - No Dixies!
- Lockers
- No long distances between the venues
- Bring your own food & drinks if you want
- You are allowed to film and take pictures - even with dslrs
- And last but not least: a great collection of bands .

So a big thanks you for the organizers for creating such a great festival, please continue.
I am a regular visitor for now on. Until next year.




Much more Live-Videos from this Festival on my Youtubechannel:
http://www.youtube.com/user/EraserTunes/

A lot more Photos on my Facebook:
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